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Kästner (dtv portrait) bestellen: bei Amazon Inhalt Rezensionen Leseprobe |
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»Ich kam zur Welt und lebe trotzdem weiter.« Erich Kästner (1899-1974) gehört
zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts. In
Kinderbüchern, Romanen, Theaterstücken und Gedichten erwies
er sich als scharf analysierender, von trockenem Humor geprägter
und zutiefst humaner Beobachter im kleinen Welttheater Deutschland. |
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Inhalt |
»Ich musste der vollkommene Sohn werden« (1899-1912) Nicht lehren, sondern lernen (1912-1927) Die große Liebe (1918-1933) Im Großstadttheater Berlin (1927-1929) »Ich muß [ein] paar eilige Gedichte machen« (1928-1932) »Laßt euch die Kindheit nicht austreiben« (1929-1935) Der erfolgreiche Autor (1929-1931) ›Fabian. Die Geschichte eines Moralisten‹ (1930-1931) Vom erfolgreichen zum »verbrannten« Autor (1932-1945) Aufbruchstimmung in München (1945-1948) Anwalt der Kinder und der Kindheit (1946-1967) Berühmt und resigniert zugleich (1949-1961) Letzte Liebe, späte Vaterschaft (1945-1974) Zeittafel, Bibliographie, Bild- und Zitatnachweis,
Register |
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»Wer
[...] kompakte Informationen zur Vita Erich Kästners sucht, dem kann
das Taschenbuch der Journalistin Isa Schikorsky empfohlen werden. Auf
150 Seiten werden die wichtigsten Lebensstationen des Dichters prägnant
dargestellt. Ergänzt wird der gut lesbare Text durch Zitate von Zeitgenossen
Kästners, die ein anschauliches Bild jener Zeit vermitteln.«
»Das Schikorsky-Porträt ist mit seiner
präzisen Darstellung und dem reichhaltigen Zitaten- und Fotomaterial
eine äußerst gelungene Einführung«. »Uneingeschränkt empfehlenswert ist
jedoch Isa Schikorskys knappe und klare biographische Studie [...]: Ein
kompetenter, unverquatschter Text«. »Schikorsky hat einfühlsam Kästners
persönliches Umfeld und seinen intellektuellen Habitus beobachtet.« »Von den drei neuen Biographien ist die
von Isa Schikorsky nicht nur die mit Abstand preiswerteste [...], sondern
in ihrer wohltuenden Kompaktheit wohl auch die mit dem besten Gebrauchswert.« »Für einen nur kurzen Überblick
empfiehlt sich Isa Schikorskys knappe, aber gut recherchierte Biographie,
die regelrecht Appetit auf Kästner macht.«
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Auszug aus dem Kapitel: »Ich muß [ein] paar eilige Gedichte machen« – Die kleine Versfabrik (1928-1932) Seine [Kästners] kleine »Versfabrik«
erweist sich in Berlin bald als erfolgreiches Unternehmen. Sein lyrisches
Schaffen ist Kästner stets mehr Beruf als Berufung. Frühere
Versuche, eine Auswahl der in Zeitungen und Zeitschriften verstreut erschienenen
Gedichte zu publizieren, waren fehlgeschlagen. Schon im Spätherbst
1926 hat er für einen Sammelband seiner »grotesken« Verse
»mit der Laterne« nach einem Verleger gesucht. Der Leipziger
List-Verlag lehnt Anfang 1927 mit einem »honigsüßen Brief«
ab, und auch der Wiener Zsolnay Verlag findet keinen Geschmack an der
respektlosen Lyrik. Curt Weller, ein junger, wagemutiger Verleger aus
Leipzig gibt schließlich im April 1928 Kästners erstes Buch
heraus. ›Herz auf Taille‹ enthält 49 Gedichte mit Illustrationen,
die von Erich Ohser stammen. Bereits ein Jahr später kann Weller
das 16. und 17. Tausend drucken lassen. Ohsers acht ganzseitige Zeichnungen
fehlen allerdings von der zweiten Auflage ab. Der Verleger opfert sie
den einflußreichen Herren im Leipziger Börsenverein des Deutschen
Buchhandels, die die Abbildungen »obszön« finden und
damit die Gefahr eines Druckverbots heraufbeschwören. 1929 liegt
die zweite Gedichtsammlung ›Lärm im Spiegel‹ vor. Im
nächsten Jahr wechselt Weller als Lektor und Geschäftsführer
zur Deutschen Verlagsanstalt nach Stuttgart. Obwohl sich inzwischen auch
andere Verlage, unter anderem Kiepenheuer in Berlin, für ihn interessieren,
hält Kästner Weller die Treue. Und so erscheinen ›Ein
Mann gibt Auskunft‹ im September 1930 und ›Gesang zwischen
den Stühlen‹ 1932 in der Schwabenmetropole. |