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Der Herzog hat eine eigene Zahlenlotterie im Land begründet, und die Bewohner der Residenzstadt Braunschweig träumen vom großen Geld. Tatsächlich soll jemand bei der Ziehung im März 1772 eine unglaublich hohe Summe gewonnen haben. Friedrich Bosse allerdings kümmert das nicht. Seine Lebensziele sind zerstört, sein Liebesglück ist zerbrochen. Das Leben des Dichters und Hofmeisters nimmt eine dramatische Wendung, als er dem Opfer einer Schlägerei zu Hilfe eilt. Im Krankenhaus kommt es zu einem Wiedersehen mit Elise, die er nie vergessen hat. Doch sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Kurz nach dem Treffen stirbt Elises Ehemann ... Hier gehts zum Buchtrailer
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Am Eingang der Gasse kam ihm der Orientale mit seinem Köter entgegen und drängte sich ohne Gruß an ihm vorbei. Dem bärtigen Mann mit den Zottelhaaren und den zerschlissenen Kleidern war Fritz schon mehrfach begegnet. Niemand wusste, wer er war. Man erzählte sich, er habe eines Tages bei Lessing in Wolfenbüttel vor der Tür gestanden und gesagt: »Ich bin ein Philosoph und möchte hier bei Ihnen mein Manuskript über den Ursprung der Sprache vollenden.« Und Lessing hatte ihn tatsächlich aufgenommen. Seitdem hauste er dort in einem Dachstübchen und wurde mit verpflegt. Häufig kam er nach Braunschweig herüber, machte Besorgungen für den Dichter und durchstreifte mit seinem Hund die Gassen. Dabei murmelte er unentwegt Unverständliches, Wörter aus unbekannten Sprachen, vielleicht arabisch oder hebräisch, und zuweilen blieb er stehen und kritzelte seltsame Schriftzeichen in ein Heft. Deshalb nannte man ihn den Orientalen. |
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| Hörprobe |
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| Interview | Ausschnitt aus der Lesung im Rahmen des Krimifestivals am 30. Oktober 2011 in der Jakob-Kemenate Braunschweig und Interview mit Eva Westermann-Baumgarten, gesendet von Radio Okerwelle (Braunschweig) am 3. November 2011.
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