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Buchgestaltung mit Word. Schritt für Schritt zum Print on Demand
Norderstedt: BoD 2015, 48 Seiten, 4,99 Euro (E-Book 2,99 Euro)

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Inhalt Leseprobe

   

Sie möchten einen Text – etwa einen Roman, eine Autobiografie, eine Sammlung von Erzählungen, Kurzgeschichten oder Gedichten – in gedruckter Form veröffentlichen? Sie möchten das Buch mit Ihrem Textverarbeitungsprogramm selbst gestalten? Wie es geht, zeigt diese Kurzanleitung, die Ihnen zahlreiche Praxistipps für ein harmonisch wirkendes und lesefreundliches Layout vermittelt. Sie erfahren, wie Sie ein als Word-Datei vorliegendes Manuskript Schritt für Schritt in einen Buchblock umwandeln und auf der Plattform eines Print-on-Demand-Anbieters hochladen. Und wie Sie auf einfache Weise ein Cover für Ihr Buch erstellen.

   
Inhalt

Einleitung 7

1. Die Voraussetzung: ein perfektes Manuskript 9
1.1 Fügen Sie alle Texte zu einer Datei zusammen 9
1.2 Prüfen und kalkulieren Sie die Textmenge 10
1.3 Lassen Sie Ihr Manuskript lektorieren und korrigieren 11
1.4 Achten Sie auf die typografisch korrekten Satzzeichen 12
1.5 Legen Sie den Titel Ihres Buches endgültig fest 15

2. Die Grundschritte der Buchblockgestaltung 17
2.1 Entscheiden Sie sich für ein handliches Buchformat 18
2.2 Entwerfen Sie einen ausgewogenen Satzspiegel 19
2.3 Nehmen Sie eine gut lesbare Schrift 19
2.4 Wählen Sie einen harmonisch wirkenden Zeilenabstand 20
2.5 Nutzen Sie Blocksatz und Silbentrennung zusammen 21
2.6 Formatieren Sie die Seitenzahlen unaufdringlich 22
2.7 Lassen Sie nicht benötigte Seitenzahlen verschwinden 23
2.8 Prüfen Sie zwischendurch das Seitenlayout 24

3. Detailaspekte der Gliederung und Textauszeichnung 26
3.1 Verwenden Sie Leerzeilen zurückhaltend 26
3.2 Entscheiden Sie sich für oder gegen Absatzeinzüge 27
3.3 Geben Sie Überschriften Raum und Gestalt 28
3.4 Arbeiten Sie mit Seitenumbrüchen 29
3.5 Nutzen Sie dezente Schriftstile für Auszeichnungen 29
3.6 Vermeiden Sie »Hurenkinder« und »Schusterjungen« 30
3.7 Kontrollieren Sie den gestalteten Text 30

4. Die Gestaltung von Titelei und Schluss 31
4.1 Gestalten Sie die Grundelemente der Titelei 32
4.2 Nutzen Sie nach Bedarf weitere Bestandteile der Titelei 34
4.3 Legen Sie fest, wie Ihr Buch endet 36

5. Nach dem Layout: Vorbereitung zum Druck 38
5.1 Schreiben Sie Werbetext und Biografie 38
5.2 Melden Sie Ihr Buchprojekt an 39
5.3 Laden Sie den Buchblock hoch 42
5.4 Gestalten Sie den Umschlag mit einer Vorlage 44

6. Die letzten Schritte auf dem Weg zum Buch 47

Literatur 48 (top)

   

Leseprobe

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1. Die Voraussetzung: ein perfektes Manuskript (Ausschnitt S. 9-11)

Die Gestaltung eines Buches beginnt erst, wenn an der Vorlage keine inhaltlichen und formalen Änderungen mehr nötig sind. Der Grund ist ganz einfach: Jede Korrektur im Manuskript wirkt sich auf das Layout aus. Die Folge: Mit der Gestaltungsarbeit muss immer wieder von vorn angefangen werden. Deshalb sollten die in diesem Kapitel empfohlenen Schritte unbedingt vorher abgeschlossen sein.

1.1 Fügen Sie alle Texte zu einer Datei zusammen

Wenn Sie einen Sammelband gestalten, liegen die Texte unter Umständen in verschiedenen Einzeldateien vor, vielleicht sogar in unterschiedlichen Formaten. Mancher Autor speichert auch die einzelnen Kapitel seines Romans getrennt ab. Auf jeden Fall sollten Sie jetzt alle Texte zu einem Dokument zusammenfügen. Bei einer Anthologie oder einer Sammlung von Erzählungen spielt die Reihenfolge eine besondere Bedeutung. Hier ist es hilfreich, zunächst alle Texte auszudrucken und in die gewünschte Ordnung zu bringen.
Um mehrere Dateien zu einer zusammenzufügen, öffnen Sie das erste Kapitel bzw. den Text, der am Anfang stehen soll. Dann setzen Sie den Cursor jeweils an die Stelle, wo etwas eingefügt werden soll, führen folgende Befehle aus und speichern am Ende das fertige Gesamtdokument unter einem neuen Namen:
Einfügen > Text > Objekt > Text aus Datei [dann die entsprechende Datei aussuchen; mit der STRG-Taste können Sie mehrere Dateien markieren] > Einfügen

1.2 Prüfen und kalkulieren Sie die Textmenge

Ein Buch des Anbieters BoD muss mindestens 24 Seiten haben. Kür­zere Texte lassen sich als E-Book publizieren. Für eine Geschichten- oder Gedichtsammlung ist ein Mindestumfang von 60 Seiten zu empfehlen, ein Roman sollte wenigstens 100 Seiten haben.
Sie können ein bisschen tricksen und den Umfang durch eine große Schrift und breitere Ränder erhöhen. Selbst seriöse Verlage blasen auf diese Weise manchmal eine Erzählung von 50 oder 80 Seiten zum verkaufsträchtigeren Roman auf. Wichtig ist, dabei die Balance zu halten. Bei einer extremen Vergrößerung der Schrift fällt der Text auseinander und ein unangemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis verärgert die Käufer. Generell gilt: Gedichte werden großzügig gesetzt, üblicherweise beginnt jedes auf einer neuen Seite. Ebenso wird mit Kurzgeschichten oder den Anfängen von Romankapiteln verfahren. Wird festlegt, dass es immer eine rechte Seite sein soll, entstehen zwischendurch weitere Leerseiten.
Es gibt auch den entgegengesetzten Fall, dass ein Text zu umfangreich für ein Buch ist. Bei BoD liegt die Höchstgrenze bei 700 Buchseiten. Mit Minischrift, langen Zeilen und großem Format lässt sich zwar mehr unterbringen, aber das Layout wirkt dann oft gequetscht und die Lektüre wird erschwert. Die Freude darüber, viel Buch für wenig Geld zu bekommen, vergeht, wenn es schon wegen der Form unlesbar ist.
Wie viele Seiten Ihr Buch tatsächlich umfasst, wissen Sie zuverlässig erst, wenn der Buchblock fertig gestaltet ist. Für grobe Schätzungen vorab können Sie Normseiten zugrunde legen. Dazu formatieren Sie Ihren Text so, dass pro Seite 30 Zeilen zu je 60 Zeichen entstehen. Alter­nativ ermitteln Sie die Gesamtzeichenzahl des Dokuments (ÜBERPRÜFEN > Dokumentprüfung > Wörter zählen > [nehmen Sie den Wert: »Zeichen mit Leerzeichen«]) und teilen sie durch 1500. Eine Normseite entspricht etwa einer Taschenbuchseite. Dazurechnen müssen Sie noch die Seiten für die Titelei (mindestens 4) und eventuell vorgesehene Anhänge.


1.3 Lassen Sie Ihr Manuskript lektorieren und korrigieren

Wenn Sie Ihr Buch selbst veröffentlichen, sind Sie auch für die Arbeitsschritte verantwortlich, die sonst ein Verlag übernimmt. Dazu gehört klassischerweise ein mehrstufiger Lektorats- und Korrekturprozess, der zeit- und damit kostenintensiv ist. Ein Lektor achtet nicht nur auf Rechtschreibung und Zeichensetzung, sondern darüber hinaus auf Grammatik und Stil, auf die Dramaturgie, Figurenführung, Perspektivgenauigkeit, Struktur, Handlungslogik und inhaltliche Korrektheit. Die Entscheidung, wie weit man professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, hängt auch von der avisierten Zielgruppe ab. Wer ein allgemeines Pub­likum ansprechen will, wird vermutlich mehr investieren als jemand, der eine Miniauflage für Freunde und Bekannte drucken lässt.
Ein Lektorat ist sehr ratsam, ein (wesentlich preisgünstigeres) externes Korrektorat unverzichtbar. Selbst wenn Sie die Regeln der Orthografie, Grammatik und Zeichensetzung perfekt beherrschen, nach mehrmaligem Überarbeiten sind Sie blind für die eigenen Fehler. Mancher sagt: »Da lasse ich mal eben mein Korrekturprogramm drüberlaufen«, und wähnt sich damit auf der sicheren Seite. Doch ein Korrekturprogramm findet stets nur einen Bruchteil der Fehler. Wer in der Familie, im Bekannten- und Freundeskreis niemanden findet, der als zuverlässiger Gegenleser dienen kann, sollte einen Korrektor engagieren. Der Verlust an Glaubwürdigkeit für Sie als Autor und der daraus resultierende finanzielle Schaden sind erheblich größer, wenn eine hohe Fehlerfrequenz erst von den Käufern Ihres Buches entdeckt wird, die ihren Unmut in negativen Urteilen bei Amazon und auf ähnlichen Plattformen äußern. Übrigens: Ein völlig fehlerfreies Buch gibt es nicht. 99,9 % sollten Sie anstreben.
Tipps zur Suche eines Lektors finden Sie zum Beispiel in der Self-Publishing-Bibel von Matthias Matting (www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-wie-sie-den-passenden-lektor-finden).
In der Datenbank »Lektorat« können Sie ganz gezielt nach freiberuflich arbeitenden Lektoren und Korrektoren suchen (www.lektorat.de). (top)